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Manchmal ändern sich Lebenswege und der Wunsch nach neuen – vor allem anderen! – Aufgaben tritt in den Vordergrund. Ich gebe zu, das passiert mir etwas öfter als anderen.

Nach dem Realschulabschluss wusste ich nicht so recht wohin mit mir. Also habe ich mir noch etwas Zeit verschafft und das Fachabitur gemacht. Surprise, danach war ich mit meiner Berufswahl immer noch nicht weiter.

Irgendwann fand ich meinen Weg in die Pharmabranche: Erst die Ausbildung zur PKA, dann zur PTA. Der Wunsch nach einem Pharmaziestudium kam auf und so holte ich meine allgemeine Hochschulreife auf der BOS nach und stürzte mich ins Studium.

Schon bald war klar: das ist nicht das, was ich wollte. Aber was wollte ich?!? Ich tobte mich zur Entscheidungsfindung erstmal beim Backpacken in Australien, Sri Lanka, Argentinien, Chile, Bolivien, Peru, Ecuador, der Karibik, … aus.

2019 brachte schließlich meine bislang letzte Veränderung, besser gesagt Weiterentwicklung mit sich: nach der längeren Auszeit im Ausland startete ich im September an der IHK-Akademie München die Fortbildung zur Fachwirtin für Marketing, die ich – kurzer Spoiler – im Mai 2021 dann auch erfolgreich abschloss.

Der zweite, bisweilen dritte Bildungsweg kommt mir sehr gelegen. So kann ich meinen anscheinend unendlichen Durst nach Wissen stillen und trotzdem den Alltag mit allen kleinen und großen Problemen, die man als Erwachsener so hat, meistern (zugegeben: mal mehr, mal weniger gut).

Zu Beginn der Pandemie gelang mir das Alltag-Meistern eher weniger gut. Ich hatte gerade erst im Eventteam von PLANWORX angefangen und es blieb kaum Zeit, die Kollegen kennen zu lernen oder wirklich Fuß im Unternehmen zu fassen: zwei Wochen später schickte man uns ins Home-Office. Kurzarbeit.

Also gab ich mich lange der Lethargie der Pandemie hin, suhlte mich ausführlichst in Selbstmitleid und schleppte als Tages-Highlight das angesammelte Altglas zum Container. Irgendwann aber brachte ich meinen Arsch wieder hoch und nutzte die zusätzliche Zeit, um mich auf den Fachwirt zu konzentrieren. Kurzarbeit wie Home-Office boten mir die Möglichkeit, entspannt von Zuhause am Unterricht teilzunehmen und zu lernen: Wenigstens eine kleine Pandemie-Entwicklung, die mir in die Karten gespielt hat!

Trotz der Vorteile, die ich aus der Situation ziehen konnte, war es in der Rückschau auch oft eine sehr einsame Zeit. Klar, unser aller Leben wurde in den vergangenen 1,5 Jahren auf den Kopf gestellt. Dazu war der letzte Winter ausgesprochen dunkel und kalt. Doch gerade das macht mich stolz! Trotz Einsamkeit, Sorgen, Arbeit und Stress habe ich viel gelernt und die Fortbildung gemeistert. Jetzt kann ich mich Fachwirtin für Marketing nennen! 😊

Ich kann jedem den zweiten und dritten Bildungsweg ans Herz legen. Da draußen gibt es so viel, das man lernen kann. Man muss – und soll vielleicht? – nicht direkt nach der Schule die eigene Zukunft in Stein meißeln. Die Flexibilität und Möglichkeit, das eigene Leben neu zu gestalten und zu verändern, bedeutet für mich Lebensqualität. Und die sollte sich jede/r nehmen!

Für den Moment bin ich erstmal fertig mit Fort-, Aus- und Weiterbildungen.
Zumindest bis ich etwas Neues finde, das ich unbedingt lernen möchte, … Bis dahin investiere ich auch gerne viel Zeit in mein allerjüngstes zweites Standbein und werde nach und nach alle Kollegen tätowieren. Stay tuned 😉!